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Segeln mit Fallstricken

Volker Maaßen

Eigentlich war Willy ja ein guter Segler, jedenfalls vor etwa 35 Jahren.

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Heiter

eine wahre Segelgeschichte

Als Student hatte er gelegentlich bei Hochseeregatten an der Pinne des Bootes seines Freundes Peter gesessen.

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Erzählungen

auf Hoher See

Später hatte er dann etliche Seemeilen als Tourensegler abgerissen, aber das ist eine andere Geschichte.

Beispiele aus dem Buch

Die Liebe zu Booten und zur Fortbewegung auf dem Wasser begann beim Autor schon früh: Bereits als Elfjähriger ruderte er mit einem Freund in einem selbstgebauten Boot von Kiel bis in die Schlei. Seitdem hat ihn das Wasser nicht mehr losgelassen, Segeln wurde seine Leidenschaft.
Seine ausgedehnten Touren – im Folkeboot nach Finnland, im eigenen Kielschwerter um Korsika herum, entlang der kroatischen Küste, Chartertouren in der Ägäis – bilden den Erfahrungsschatz seines Schreibens.

Wiedereinstieg

Eigentlich war Willy ja ein guter Segler, jedenfalls vor etwa 35 Jahren.
Er meinte, das würde ein ganzes Leben halten, wie das Fahrradfahren.
Und eben das konnte er ja auch noch gut, obgleich er seit langer Zeit nicht mehr auf so einem Ding gesessen hatte. Aber der Körper vergisst das nicht.
Geplant hatte er das mit dem Fahrrad schon.
Als er dann etwas unbeholfen in dem großen Laden stand, wurde er von einer gut gepolsterten Blonden in einem hautengen Kostüm – sie sah aus wie eine Tauchlehrerin –gefragt, was er denn suche.
»Ja, so’n Fahrrad, denk ich.«
Und dann konnte er sich doch nicht entscheiden, ob er ein Down-Mountain-Bike, ein City-Bike oder ein Custom-Traveler nehmen sollte.
Oder vielleicht ein Sub-Marine-Bike.

Als Student hatte er gelegentlich bei Hochseeregatten an der Pinne des Bootes seines Freundes Peter gesessen.
Hatte er doch ein feines Gespür dafür, ob das Schiff die optimale Höhe zum Wind lief.
Gerade bei Nachtfahrten merkte er häufig, dass er Stückchen für Stückchen gegen den angepeilten Gegner aufholte, aber schnell auch wieder verlor, während er seine Mitsegler voller Stolz auf diesen Erfolg aufmerksam machte.
Im nächsten Jahr hatte Peter ihm dann die Navigation anvertraut.
Angeblich nicht, weil Willy die Sensibilität für die Steuerung verloren hatte, sondern weil man durch den richtigen Kurs zur richtigen Zeit viel gewinnen konnte.
Als er dann aber das letzte Mal gebeten wurde, die Aufgaben des Smutjes an Bord zu übernehmen, Siege würden doch zum großen Teil über die Zufriedenheit des Teams errungen, und die wiederum wäre doch nur erreicht, wenn jederzeit warmer Kaffee und belegte Brötchen vorhanden wären, ja, da war das wirklich das letzte Mal, jedenfalls als Regattasegler.

Später hatte er dann etliche Seemeilen als Tourensegler abgerissen, aber das ist eine andere Geschichte.

Willkommen an Bord

Am nächsten Wochenende bretterte die ganze Familie mit Hund im alten Golf über die Autobahn nach Lübeck und weiter.
Ja, so wollten sie es gerne.
Für eine Stunde Fahrt hätte ja auch jeder noch die Zwangshaltung ertragen, durch die allein es möglich war, dass neben den Schlafsäcken, Segelklamotten, Büchern und etlichen Strohhüten auch die vielen Tuben und Dosen mit Sonnenschutz in den Wagen passten.

Gleich hinter Hamburg aber war schon der erste Stau.
Wahrscheinlich war das gar keine Baustelle.
Baustellen gehen und kommen ja, das heißt, sie verschwinden irgendwann auch wieder.
Diese jedoch störte schon seit etlichen Jahren immer an der gleichen Stelle den Verkehrsfluss.
Vielleicht war das auch nur eine Geschwindigkeitsbegrenzung, die zum Schutze der Umwelt eingerichtet worden war.
Und die vermeintlichen Straßenarbeiter mit den roten Rettungsjacken waren Leute von Greenpeace, die an den Wochenenden die Straßen beschützen wollten.
Nach über zwei Stunden erreichten sie dann den Hafen.
Er sah aus wie eine riesige Legebatterie.
Alles war in wunderbarer enger Ordnung.
Ein Schiff lag neben dem anderen, weiß, kurz angeleint und ausgerichtet und jedes war durch ein Elektrokabel mit einem Kasten am Steg verbunden.
Auf manchen Schiffen wurden die Decks geschrubbt oder Segel zusammen- oder auseinandergelegt.
Weiter gab es eine Hundewiese ohne Hunde, zwei Spielplätze für Kinder ohne Kinder und Ferienwohnungen mit Gardinen, die zugezogen waren.
Max stürmte mit den beiden Mädchen über Wiesen, Bootsstege und Parkplätze.
Willys Herz stürmte vor Unruhe, und, er mochte es kaum zugeben, auch vor Angst.
Die Erinnerungen an frühere Segeltörns waren zwar vorwiegend positiv gefärbt, herrliche Sonnenuntergänge, klare Sternenhimmel und rauschende Fahrten, aber irgendwo waren da auch hohe Wellen, plötzliche Gewitterböen und vor allem nasse Wäsche, eiskalte nasse Wäsche.

Halbmast

»Nein, Willy, so, wie du aussiehst, kannst du alleine geh’n!«
Marie hatte sich im vollen Tuch vor Willy aufgebaut, beide Fäuste in die Hüften gestemmt.
Sie sah wirklich würdevoll aus, so in ihrem samtschwarzen langen Theatermantel.
Und Willy, Willy sah aus wie immer.
Jedenfalls, wie immer im Winter.
Die lange Angora-Unterhose konnte man zwar nicht sehen, aber darüber die blaue ausgesteppte Parka, die seine Schultern gleich doppelt so breit machte.
Heute mal den dunkelblauen Schlips um den Hals geworfen, den mit den Leuchttürmen darauf.
Die braune Cordhose braucht man nicht zu bügeln, weil die ja bügelgerecht aufgerollt im Schrank gelegen hatte.
Und an den Füßen die dunkelbraunen Wildlederschuhe mit der dicken geriffelten Sohle, damit er in der Kirche nicht ausrutschen konnte, falls es doch mal glatt werden sollte.
Dr. Winkelbald, der zweite Schriftwart des Nachbarsegelklubs wurde heute beerdigt.
Das war schon ein besonders trauriger Anlass.
Winkelbald hatte an fast jeder der wöchentlichen Regatten teilgenommen, die ihre beiden Vereine gemeinsam organisiert hatten, und er war der Einzige, den Willy jedes mal abgehängt hatte.
Nun musste er ihn das letzte Mal begleiten, nur ohne seine Willy Wieberg und dann auch noch im Januar bei gutem Wind aus Nordnordost, aber bei fünf Grad unter null.
Eine halbe Stunde später stand ein völlig anderer Willy vor dem Spiegel.
Seine schwarze oder eigentlich eher dunkelblaue Klubjacke war so von dem Burberry-Mantel bedeckt, dass man die goldenen Knöpfe darunter nicht sehen konnte.
Die einzige Hose, die dazu passte, war so eine mit Schlag, die er in einer hinteren Ecke des Schrankes auf einem Bügel gefunden hatte.
Die Schuhe glänzten schwarz und knarrten wie ein alter Holzkahn und der Schlips war in der gleichen Farbe, nur matt.
Wie auch Willy.
Jetzt war er in der richtigen Stimmung für die heutige Tour.
Als er sich so betakelt hinter das Steuer seines Wagens klemmte, fuhr er sich heimlich mit einer Hand in den Hosenbund und löste den obersten Knopf.

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  • Wiedereinstieg

    - Eigentlich war Willy ja ein guter Segler, jedenfalls vor etwa 35 Jahren. [...]
  • Willkommen an Bord

    - Am nächsten Wochenende bretterte die ganze Familie mit Hund im alten Golf über die Autobahn nach Lübeck und weiter. [...]
  • Halbmast

    - »Nein, Willy, so, wie du aussiehst, kannst du alleine geh’n!« [...]

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Eine Segelturn eines alten Hasen, der lange nicht auf den Planken war.

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Segeln mit Fallstricken

Die Liebe zu Booten und zur Fortbewegung auf dem Wasser begann beim Autor schon früh: Bereits als Elfjähriger ruderte er mit einem Freund in einem selbstgebauten Boot von Kiel bis in die Schlei. Seitdem hat ihn das Wasser nicht mehr losgelassen, Segeln wurde seine Leidenschaft. Seine ausgedehnten Touren – im Folkeboot nach Finnland, im eigenen Kielschwerter um Korsika herum, entlang der kroatischen Küste, Chartertouren in der Ägäis – bilden den Erfahrungsschatz seines Schreibens.

Willy, der Protagonist der hier liebevoll aufgezeichneten Geschichten, ist Philosoph, ein bisschen Chauvinist und vor allem Segler eines schwedischen Langkielers. Wir erfahren seine Gedanken über die Welt, gewürzt mit einer Prise Humor und ein paar Lebensweisheiten, aber ohne erhobenen Zeigefinger. Ob es um Hexen und Klabautermänner, Chaos und Ordnung oder die Emanzipation geht: An Bord gelten ganz eigene Regeln. Lassen Sie sich mitnehmen auf diesen Segelausflug besonderer Art!

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Der Autor

Volker Maaßen

Volker Maaßen

Volker Maaßen wurde 1943 in Breslau geboren und verbrachte seine Kindheit in Kiel. Es folgte das Studium der Psychologie und Medizin in Kiel und Heidelberg.
Anschließend war Volker Maaßen als Gynäkologe und Pathologe in Berlin, München und Hamburg tätig. Danach arbeitete er 17 Jahre als Chefarzt der Frauenklinik in Hamburg-Harburg. Zur Zeit baut er ein ambulantes Operationszentrum im Süden Hamburgs auf.

Volker Maaßen schreibt seit über 40 Jahren Gedichte und Prosa.
Nach dem Kontakt zu Robert Gernhardt 1983 verfasste Maaßen in entsprechender Bierlaune Gedichte. Seit dieser Zeit ist er ein Vertreter der von Robert Gernhardt und F. W. Bernstein begründeten Neuen Frankfurter Schule des komischen Gedichts.
Maaßen veröffentlichte mehrere Bücher mit Geschichten des Seglers Willy, so auch sein neu erschienenes Werk „Segeln mit Fallstricken“.

Mit dem dritten Lyrikband, der Ende 2015 erscheinen wird, sind dann mehr als 300 dieser Gedichte auf dem Literaturmarkt.
Volker Maaßen gewann in zahlreichen Gedichtwettbewerben und wurde somit in etliche Anthologien aufgenommen, unter anderem beim deutschen Lyrikpapst Anton G. Leitner.
Es folgten Einladungen zu Lesungen bei hochrangigen Veranstaltungen u. a. auch der Morgenstern-Gesellschaft. Seine aktuellen Termine für Lesungen können der Amazon-Autorenseite entnommen werden.
Volker Maaßens erfolgreiche Bände „Bitterleichte Lyrik“ sind beim elbaol Verlag und im gut sortierten Buch- und Versandhandel erhältlich; (ISBN: 978-3-939771-38-8 und ISBN: 978-3-939771-45-6).

Der Lyrikpapst Anton G. Leitner schreibt über Volker Maaßen:
„Der Realpoet Volker Maaßen weiß mit den Mitteln der Satire ebenso sicher umzugehen wie mit den klassischen Elementen der Lyrik. Er schätzt die Klarheit im Ausdruck und scheut sich nicht davor, Reime als Medium der Gesellschaftskritik zu nutzen.“

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